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CoVID-19 -- Maßnahmen zum Selbst und Fremdschutz
18.09.20
Liebe Patientinnen und Patienten,

Die einfachen sogenannten "Alltags-"Masken sollen andere Menschen von der Gefährdung durch einen selber schützen und können erwiesenermaßen niemanden vor Ansteckung durch Andere schützen. Es handelt sich also nur um Fremdschutzmaßnahmen. Diese funktionieren aber nur dann, wenn Sie die Masken auch wirklich richtig benutzen.Sonst kann es nämlich sein, dass Sie damit mehr Schaden als Nutzen bewirken!

Sie müssen bitte also Folgendes beachten:
- Maske nie länger tragen, sie darf nicht sehr feucht werden
- Maske ganz vorsichtig abnehmen, nie die eigentliche Maskenfläche berühren
- Maske nie anfassen (zurechtrücken), weder von der Innen-, noch von der Außenseite
- Maske immer nur einmal verwenden, danach muss sie weggeworfen oder bei mindestens 60° gewaschen werden.
- Nach jedem Maskenwechsel unbedingt gründlich Hände waschen mit Seife!

Für einen normalen Arbeitstag rechnen Sie also bitte mit etwa 6 Masken!

Wozu der Aufwand?
Wenn Sie die Maske aufhaben, dann wird diese Tröpfchen mit evtl. Viren darin partiell aufhalten (deswegen wird sie ja feucht). Wenn Sie die Maske nun mit den Händen anfassen, bekommen Sie Virusmaterial auf Ihre Hände. Dieses verschleppen Sie auf die nächstbeste berührte Oberfläche. Dort nimmt die/der Nächste die Viren auf und hat sie dann selber an den Händen. Wenn sie/er sich dann ins Gesicht fasst (z.B an die Augen, was Menschen ständig tun) wird das Virus ziemlich sicher übertragen. Kurz: Wenn Sie die Maske falsch anfassen, ist das exakt so, wie wenn Sie ständig in die Hand husten oder schneuzen würden!


Wenn Sie die Masken also nicht so, wie oben beschrieben, benutzen (können) dann wäre es eigentlich besser, keine zu tragen (was aber nicht geht wegen der Bestimmungen)! Sie sollten also die oben genannten Regeln bitte möglichst gut befolgen........

Was ist mit dem Eigenschutz:

Hände waschen ist und bleibt der allerbeste Schutz, zusammen mit der Empfehlung sich nicht ins Gesicht zu fassen bevor man die Hände gewaschen hat.

Die Distanzregeln sind genauso willkürlich, wie die Maskenverordnungen, die einzige sichere Distanz ist die unendliche. Das wollen wir aber nicht, wir sind doch soziale Wesen....
Also: "im Freien ist es am sichersten, man hustet nicht in die Hand" usw... das alles ist schon sinnvoll.

Wenn Sie ein/e Risikopatient/in sind dann können Sie eine Feinstaubmaske FFP 2 oder 3 tragen, die schützen (zusammen mit einer Brille) wirklich. Achtung: nicht so lange trage, das ist kreislaufbelastend und am besten Modelle mit Ausatemventil. Ist eine Möglichkeit für den öffentlichen Nahverkehr wenns sehr voll wird.
Aber auch da gilt: HÄNDEWASCHEN und Finger weg vom Gesicht bringt am meisten!

Alle oben beschriebenen Regeln sind dann sinnvoll, wenn es eine "epidemische Lage" gibt, also nennenswert viele Menschen erkrankt sind (gerade auch an der Influenza, denn die ist unstrittig gefährlich). Und darum geht es letztlich...

In diesem Sinne - bleiben Sie gesund !


PS. die Grippe-Impfung welche sicher und bewährt ist und die auch ich mir jedes Jahr "gönne" um Sie nicht anzustecken und um für Sie arbeiten zu können ist leider noch nicht da, ich schreibs hier, wenn sie im Kühlschrank liegt; versprochen ;-)

Ihr Jürgen Fehr

(Quelle:https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1174-6591)(eine Fachzeitschrift für Krankenhaushygien und sogar ein ärztlicher Weiterbildungsartikel!)


so lautet ein Artikel der Wetterauer Zeitung, in dem von einem ortsbekannten Patienten berichtet wird, welcher wegen eines Hustens vom Hausarzt auf Corona getestet wurde. Der Test wurde schnellstmöglich ausgewertet (was zur Zeit ca 48-72 Stunden sind) und war negativ. 

Zitat: "Corona ist noch nicht vorbei. Niemand darf das auf die leichte Schulter nehmen. Es kann jeden treffen, selbst uns Feuerwehrleute"

Der Artikel suggeriert, dass eine erneute höhere Bedrohungslage in Karben vorliegen würde. obgleich der Test in diesem Fall zum Glück negativ war.

Was er nicht berichtet ist, dass alle (über hundert) Tests, die wir seit August durchgeführt haben (davon die allermeisten bei symptomatischen Menschen, also welchen mit Husten usw.) negativ waren. Kein einziger positiver Fall!

Es besteht also nach objektiven Kriterien keine übergroße Bedrohung in Karben; man sieht an dem Artikel aber sehr schön, wie die Presse arbeitet: selbst wenn es keine Fälle gibt, kann man es dennoch so schreiben, dass es bedrohlich wirkt. Only bad news are good news.


Liebe Patientinnen und Patienten, 

 Corona .Update (27.8.)

Das RKI hat den Anteil der positiven Tests veröffentlicht. Das ist interessant, denn wenn ich - bei gleicher Anzahl infizierter Menschen (nicht unbedingt kranker, denn die Tests weisen nur nach, ob kleine Stücke eines  Coronavirus vorhanden sind) mehr Tests mache finde ich natürlich auch mehr.

Ein Beispiel: Nehmen wir mal an in "Entenhausen" wohnen 10.000 Menschen. Davon wären 10 Prozent infiziert, Also 1000. Wenn ich nun 100 Tests mache finde ich etwa 10 "Fälle". Bei 1000 Tests zehnmal mehr - nämlich 100. Also habe ich 10 mal mehr positive Resultate bei aber identischer "Prävalenz" (Vorkommen einer Infektion in der Bevölkerung). Spannend wäre also die Frage: wie viele Tests und wie viel Positive, bzw. Anteil der Positiven pro Test?!

Diese Zahlen gibt es jetzt wohl. Im der Kalenderwoche 14 (da hatten auch wir hier unsere Erkrankungen) seine es über 9% gewesen, aktuell etwa 0,8%. Laut Drosten sind knapp 1% der Tests falsch positiv (etwa 7 Promille - was aber nur die qualitativ besten Tests betrifft, die es gibt, bei Schnelltests sind es wohl sehr viel mehr!)

Daraus folgt ;wenn 0,8% positiv und  davon wieder 87% falsch positiv sind, bleiben ca 0,1% wirklich positiver Menschen - von denen wiederum aber nur 5% Erkrankungzeichen zeigen und ein kleiner Anteil richtig schlimm krank ist.

Also ca. einer von zwanzigtausend (in unserem Beispielort wäre das nur ein halber Kranker ;-))

Sie sehen also: Aller Voraussicht nach werden Sie nicht daran sterben.

Jedoch: Mit dieser (und vielen anderen) Krankheit ist es wie beim Lotto: die Trefferchance ist an sich niedrig, aber weil so viele mitmachen gibt es immer mal Gewinner.

Was kann man tun, um die Zahl der "Gewinner" so niedrig zu halten wie möglich:

Im Gegensatz zum Lotto hat nicht jeder gleiche "Gewinnchancen". Alte und kranke Menschen haben offensichtlich viel größere. Man sollte diese als schützen durch geeignete Hygienemaßnahmen!

Wenn wir nun aber im Altenheim ganz viel testen, dann haben wir (schon wegen der falsch positiven Rate) ein Problem: es wird die Zahl der Toten mit Coronanachweis (also der offiziellen Coronatoten) steigen, auch wenn die Sterblichkeit (siehe Link unten) gleich bleibt. In Altenheimen ist die Todesrate nämlich immer höher, als bei Reiserückkehrern...
So lange die Sterberate also nicht ansteigt, machen Massentests dort in meinen Augen nur für die Leute einen Sinn, die diese Zahlen hoch sehen wollen. Und das ist doch hoffentlich niemand.

In diesem Sinne, cool bleiben, selber denken und LEBEN!

Ihr Jürgen Fehr

BITTE MELDEN SIE SICH ALSO, WENN ES IHNEN NICHT GUT GEHT, SIE SYMPTOME VON ATEMWEGSERKRANKUNGEN HABEN VIELLEICHT SOGAR FIEBER, DANN KÖNNEN WIR SIE TESTEN.


Abschließend eine offizielle Darstellung der Todesfallzahlen in Deutschland (Quelle: statistisches Bundesamt) darf ich nicht einblenden, aber hier der Link dazu:

https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html





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Praxis Dr. Jürgen Fehr Internist - Hausarzt | dr-fehr@web.de