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Mein persönlicher Corona-Ticker - Wissen ist notwendig, um sich eine Meinung bilden zu können

 

Corona-Berichte findet man in den üblichen Medien zu Hauf. Meistens berichten sie nur über die Fallzahlen, d.h. die getesteten Menschen mit positivem PCR-Ergebnis. Diese Daten sind von der Johns-Hopkins-University in den USA und sind umfangreicher:

 Bilder (und damit Zahlen) vom 8.1.21

https://www.worldometers.info/coronavirus/country/germany/

 

man sieht, dass die positiven Testergebnisse etwa  4 x häufiger sind, als im Frühling und seit etwa 8 Wochen ziemlich gleich bleiben, ein Abfall ist nicht wirklich zu erfassen. Dazu kommt, dass  während der Feiertage vermutlich weniger getestet wurde....

und hier die Zahl der Toten mit positivem Coronatest:

 

Es sind 4 mal so viele, wie im April und es werden trotz immer neuer Einschränkungen nicht weniger!

 

 

https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html

so, das sind die aktuellsten Gesamttodesraten bis Woche 50, das ist Mitte Dezember.

Es wird also gegenwärtig tatsächlich mehr gestorben "Übersterblichkeit". Wie ich schon vor einigen Wochen schrieb, muss man aber die Grippesaison 2021 abwarten. Die sollte in ca 3 Wochen starten. Wir werden sehen, ob die Todesrate dann noch höher wird - weil nämlich zwei Krankheiten schlimmer sind als eine - oder nicht - weil die "Todeskandidaten" nämlich schon vorher an Corona gestorben sind. Banalerweise kann man ja nur einmal sterben (Außer James Bond ;-) ). Wir müssen in etwa einem Jahr folgende Statistik aufmachen: Todesrate in Coronazeiten (2020+2021) versus Nicht-Corona-Zeiten (2018+2019 und vielleicht auch 2016+2017). Dies um die Frage zu klären, in wie weit eine reale Übersterblichkeit vorliegt.

Es bleibt die Frage, was man tun kann, um Schäden zu vermeiden. Auf der einen Seite die Sterbefälle, die allerdings überwiegend sehr alt sind (das hat sich überhaupt nicht geändert), auf der anderen die wirtschaftlichen Schäden, die in anderen Ländern oft auch Todesfälle nach sich ziehen (und das sind oft junge Leute). Man wird erst am Ende sehen können, wie am besten verfahren wäre. Abere es gibt offenbar mehrere mögliche Lösungen für die "Corona-Frage".

Aktuell mal wieder, aus Interesse, den "Schweden-Vergleich":

 

 auch hier höhere Fallzahlen (also mehr Tests mit vermutlich höherer Positivenrate - beides aber statistisch fast ohne Wert, weil - wie bei uns - viel zu abhängig von äußeren Dingen)

 

aber viel weniger Tote! Außerdem nur 1/20 so viele kritische Fälle zur Zeit!

In Schweden starben bisher 9.262 von 10.500.000 Einwohnern =0,0882095 %
In Deutschland starben bisher 39.329 von 83.100.000 Einwohnern =0,0473273 %

Die Todeszahlen bei uns holen also auf, bei etwa 1000 Toten pro Tag hätten wir Schweden in etwa 5 Wochen eingeholt. Wenn die Lockdown-Strategie der deutschen Regierung aufgeht, dann stehen wir am Ende vielleicht besser da, falls nicht, werden wir völlig umsonst eingesperrt. Man wird auch hier noch abwarten müssen. Auf jeden Fall machen die Schweden entweder gegenwärtig irgendwas besser als wir oder die niedrigen Zahlen liegen daran, dass "man nur einmal stirbt". In dem Fall holen wir die Schweden ein, überholen sie aber nicht. Aber, das bedeutete, dass die ganze Gängelei völlig sinnlos ist und vermutlich überhaupt nichts Substanzielles ändert.

So wie ich das sehe, kann das deutsche Modell nur dann "gewinnen", wenn wir ganz schnell impfen. Aber das sehe ich noch nicht....

Es bleibt spannend........

Was aber auf jeden Fall feststeht: die Pandemie tötet (in Schweden) bisher 9 von Zehntausend (und bei uns etwa die Hälfte). Weniger als 1 Promille. Jeder Tote ist zu beklagen, aber eine Seuche im bisherigen Sinne ist das NICHT.

 

Pest im Mittelalter (Wikipedia)"Historiker gehen allgemein davon aus, dass etwa 20 bis 25 Millionen Menschen, rund ein Drittel der damaligen Bevölkerung Europas, durch den „Schwarzen Tod“ umkamen. Von einer höheren Todesrate geht unter anderem der norwegische Historiker Ole Benedictow aus, dem zufolge etwa 60 % der europäischen Bevölkerung, d. h. ca. 50 von 80 Millionen Einwohnern, dem „Schwarzen Tod“ zum Opfer fielen.[23] Hingegen schätzt der Medizinhistoriker Manfred Vasold die Zahl der Seuchentoten in Deutschland auf rund 10 % der Bevölkerung."

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