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Mein persönlicher Corona-Ticker - Wissen ist notwendig, um sich eine Meinung bilden zu können

Corona Berichte findet man in den üblichen Medien zu Hauf. Meistens berichten sie nur über die Fallzahlen, d.h. die getesteten Menschen mit positivem PCR-Ergebnis. Diese Daten sind von der Johns-Hopkins-University in den USA und sind umfangreicher:

 Bilder (und damit Zahlen) vom 29.11.

https://www.worldometers.info/coronavirus/country/germany/

 

 

 

man sieht, dass die positiven Testergebnisse etwa 3 bis 4 x häufiger sind als im Frühling. 

und hier die Zahl der Toten mit positivem Coronatest:

 

 

hier sieht man: es sind etwa so viele wie im Frühling, vielleicht ein kleines bisschen mehr. Die Todesrate ist 3-4x niedriger??? 

 

Und außerdem die Gesamtzahl der Toten (aktuellste Grafik - bisher ohne wirklich relevanten Unterschied zu den Vorjahren!) Die 44. Woche ging bis zum 01.11., die Statistik ist also 4 Wochen alt und zeigt immer noch keine wirklich dramatische Übersterblichkeit. Die Zacke im Sommer 33 Kalenderwoche lag  übrigens an hohen Temperaturen, war aber keine Meldung wert!.In der Woche, s. oben, hatten wir ca 10.000 "Fälle" und ca 50 "Todesfälle" pro Tag, die aktuellen Zahlen sind ja höher, wenn man von 100 bis 200 zusätzlichen Coronatoten ausgeht, dann sollte die rote Lienie um 7 x 200 = 1400  pro Woche ansteigen, müsste also innerhalb der nächsten Wochen die 20.000 Linie überschreiten. Tut sie das nicht, sind die "Coron-Toten" Menschen, die sonst auch gestorben wären, nun aber mit der zusätzlichen neuen Diagnose.

Nebenbei: 18.000 Tote pro Tag sind 2571 pro Tag, die absoluten bisherigen Corona-Toten-Spitzenwerte also nur etwa 1/6 davon.

 

https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html

 

auch hier schön zu sehen: bis Endee Oktober (aktueller ist die Statistik noch nicht täglich keine riesigen Unterschiede zu den Vorjahreszahlen!

 

Blick über den Zaun: die Schweden (die ja angeblich ALLES FALSCH gemacht haben):  29.11.20

 

auch hier wieder Anstieg der Fallzahlen und nun die Todesrate:

 

 

das ist - sagen wir mal vorsichtig - interessant. Es findet nur ein geringerer Todeszahlenanstieg statt. Aktuell ist die Todesrate nur 1/3 bis 1/2 so hoch wie im Frühling (bei uns genauso hoch!)
Was machen die Schweden denn anders: Sie schützen mittlerweile ziemlich gut die Risikofälle im Altenheim usw. und förderten bisher die Zunahme der Infektionen bei Gesunden (Herdenimmunität). Bitte vergleichen Sie diese Grafik mit den Berichten in den deutschen Medien...

       

 Intensivstationen laufen über.......... ?

 Wenn man sich die aktuellen Zahlen im DIVI-Intensimedizin-Register
https://www.divi.de/joomlatools-files/docman-files/divi-intensivregister-tagesreports-csv/DIVI-Intensivregister_2020-11-23_12-15.csv
ansieht findet man zu Gemeinde 06440 (Kreis Wetterau) folgende Zahlen zu den Intensivbetten(23.11.)

Fälle mit Covid auf Intensivstation   18
davon beatmet                              12
freie Betten auf Intensivstation        2
belegte Betten auf Intensivstation   77

Es gibt also etwa 80 (Zahlen schwanken täglich???) Betten in den 5 Krankenhäusern mit Intensivstationen. Davon sind nur noch 2 frei. Das ist wenig. Aber nur weniger als 1/4 der Patienten liegt wegen Corona dort. Der überwiegende Teil wegen anderer Krankheiten. Diese sind teilweise planbar (Operationen) teilweise auch nicht (bspw. Herzinfarkte). Es gibt also noch deutliche Sicherheitsreserven.

Interessanterweise haben die Krankenhäuser bundesweit die Zal der Intensivbetten in den letzten Wochen deutlich abgebaut! Natürlich ist dafür die "Notfallreserve" gestiegen, also vermutlich handelt es sich um einen Effekt, dass man bei zu wenig Personal nicht so viel Betten "frei-melden" kann und man könnte diese Betten also notfalls wieder hinzu nehmen. Auf jeden Fall verschlimmert diese "Verwaltungsmaßnahme" aber alle Messgrößen ohne dass die Fallzahlen steigen müssen...

Leider kann man keinen Vergleich zu den Vorjahren anstellen, denn das Register gab es damals noch nicht...

Eine Studie zeigt aber, dass es in den untersuchten Kliniken 2019 mehr Lungenentzündungen auf Intensivstationen gab, als im Vergleichszeitraum 2020 (während der "ersten Welle")...warum auch immer .... denkbar wären Effekte des Lockdowns ebenso, wie statistische Dinge (2019 war man nur eine "normaler Lungenentzündung in Bett 5" heute wäre man " die Corona-Pneumonie in Bett 5", was dann nur eine Etikettierungsfrage ist....)

https://www.aerzteblatt.de/archiv/214548/Effekte-von-COVID-19-Pandemie-und-Lockdown-auf-die-Versorgung-von-Krankenhauspatienten

 

      
       

 

 

Krankschreibung am Telefon...
 
ist ab sofort wieder möglich, aber nur bei leichten Atemwegserkrankungen. Sie brauchen allerdings den "Zettel" und wir die "Karte". Um das zu ermöglichen gibts zwei Wege:
1: Sie schicken jemand mit dem Kärtchen vorbei. Kurz einlesen, Krankschreibung mitnehmen, fertig
2: Bief in unseren Briefkasten. Inhalt: Ihr Kärtchen und ein an Sie adressierter und frankierter Rückumschlag (95 Cent Briefmarke). Dann schicken wir beides schnellstmöglich zurück.
 
Nebenbei: Meiner Erfahrung (und Recherche) nach haben Sie bei einer leichtem Atemwegserkrankung aller Voraussicht nach kein "Corona" und ohne Symptome sind Sie vermutlich auch nicht ansteckend. Das ist aber nicht sicher so - nur ziemlich wahrscheinlich. Schlussfolgerung: Wenn Sie akut krank sind vermeiden Sie Kontakte (vor allen mir "Risikopatienten" ) soweit es irgendwie geht. Bei Fieber lassen Sie sich bitte testen (kann hier geschehen in der "Infektionssprechstunde Mo-Do 11-12, Fr 10-11 und in schweren Fällen auch als Hausbesuch ....Ich muss aber irgendwie die Runde schaffen ;-) )
  

 

Liebe Patientinnen und Patienten,

weil wir in diesem Jahr mit einer höheren Nachfrage gerechnet haben, hatten wir bereits im Februar 20 % mehr Grippeimpfstoff bestellt, als bisher. Dennoch ist dieser nun (15.10.) aufgebraucht.

Erfahrungsgemäß liefert die Industrie zunächst ca. 60-70% der geplanten Produktion aus. Es wird also „Nachschub“ geben, wenn auch nicht so viel, wie am Anfang der Auslieferung. Wir haben das ziemlich bald (Ende September) registriert und bereits großzügig nachbestellt.

Anders , als von unserem „Lieblingsminister“ verbreitet wird, kann man den Impfst
off aber nicht beliebig nachproduzieren. Nur bereits begonnene Produktlinien werden noch fertiggestellt, Wenn man jetzt neu anfangen würde, würde der Impfstoff nämlich nicht mehr rechtzeitig fertig.

Wir machen es unmittelbar publik, sobald wir wieder Impfstoff zur Verfügung haben. Bitte beachten Sie diese Aushänge und vor allem auch die Homepage (erste Seite). Bis dahin haben wir also wirklich gar nichts mehr….

Vielen Dank für Ihr Verständnis


 

Zum Nachdenken - ganz persönlich und auf die Gefahr hin anderer Meinung zu sein...aber wir sollten doch über alles offen sprechen können :

23.10.20

Ich frage mich manchmal, wieso ich persönlich einige Dinge im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ein wenig anders wahrnehme, als ich es in den üblichen Medien lesen oder hören/sehen kann. Vielleicht irre ich mich bloß? Ich bin ja nur ein ganz kleines Licht und die Spezialisten sollten doch wohl wissen "wie der Hase läuft". Aber seit dem Frühjahr fühle ich mich manchmal wie im Märchen "des Kaisers neue Kleider", weil das was mir zugetragen wird, nicht so recht zur von mir erlebten Realität passen will. Ist mein Teil der Realität wirklich so klein, dass ich es deswegen nicht verstehe? Oder bin ich schlicht zu unwissend?

Ich habe oben auf dieser Seite geschrieben, weshalb ich es für ganz wichtig halte, dass und wie man als kranker Mensch verhindern sollte, andere Menschen zu gefährden, aber auch dass es mir wissenschaftlich begründet nicht nachvollziehbar ist, an unsere Kinder als "Gefährder" zu glauben. Wenn ich mich nun nicht irre  - und das wäre doch schön für uns alle - dann sollte es vielleicht Gründe geben, wieso das sonst so anders dargestellt wird.

Nun bin ich auf ein offizielles Papier des Bundesinnenminsteriums gestoßen, das man nach wie vor auf dessen Webseite herunterladen kann und das heißt:
Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen- Den Link möchte ich nicht automatisch setzen, aber Sie können es selber duch Einfügen in Ihren Browser aufrufen:

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/corona/szenarienpapier-covid-19.html

Ich zitiere ein bisschen da raus (Zitate immer in lila)

4 a. Worst case verdeutlichen!

Wir müssen wegkommen von einer Kommunikation, die auf die Fallsterblichkeitsrate zentriert ist. Bei einer prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die Älteren betrifft, denken sich viele dann unbewusst und uneingestanden: «Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe ich so schon ein bisschen früher». Diese Mechanismen haben in der Vergangenheit sicher zur Verharmlosung der Epidemie beigetragen. Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden:

1)Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft kriegen ist für jeden Menschen eine Urangst. Die Situation, in der man nichts tun kann, um in Lebensgefahr schwebenden Angehörigen zu helfen, ebenfalls. Die Bilder aus Italien sind verstörend.

2)"K4inder werden kaum unter der Epidemie leiden": Falsch. Kinder werden sich leicht anstecken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, z.B. bei den Nachbarskindern. Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann

.Bleibt die Frage nach dem "warum?". Auch hier ergeben sich Schlüsse aus dem Text.

Die deutsche Volkswirtschaft ist eine Hochleistungsmaschine, die Jahr um Jahr ein hohes Maß an materiellem Wohlstand und allen Bürgern zugänglichen öffentlichen Gütern wie einer umfassenden Gesundheitsversorgung und öffentlicher Sicherheit bereitstellt. (...) Die Voraussetzung dafür ist, dass der überwiegende Teil aller bestehenden Unternehmen und Arbeitnehmer einsatzfähig ist und die Integrität des Gesamtsystems nicht in Frage gestellt wird.(...)Sollten die hier vorgeschlagenen Maßnahmen zur Eindämmung und Kontrolle der Covid-19-Epidemie nicht greifen, könnten im Sinne einer „Kernschmelze“ das gesamte System in Frage gestellt werden. Es droht, dass dies die Gemeinschaft in einen völlig anderen Grundzustand bis hin zur Anarchie verändert.

Zitat (andernorts): Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. (GG Art 1)

Vielleicht sollten wir die Gelegenheit nutzen doch noch mal über das "System" nachzudenken...


Ich hoffe, dass ich mit dieser Seite zur Versachlichung der Berichterstattung beitragen kann.

 

Haftungsausschluss für diese und alle Seiten - aus aktuellem Anlass sei also nochmal ausdrücklich auf Folgendes hingewiesen:

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Meine Meinung ist nicht die allein richtige, ich anerkenne andere Meinungen. In wissenschaftlichen Fragestellungen gibt es keine Wahrheit, sondern nur unterschiedlich gute Modelle, die ggf. noch nicht widerlegt wurde. Ihre Meinung ist wichtig. Ich schätze es sehr, widersprochen zu bekommen und liebe den Diskurs.4

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Praxis Dr. Jürgen Fehr Internist - Hausarzt | dr-fehr@web.de